Montag, 11. Mai 2009

Naschmarkt: Sanierung um 13 Millionen Euro

Ab 2010 wird das Flaggschiff der Wiener Märkte optisch aufpoliert, bis 2015 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Das lang erwartete Konzept sieht vor, dass der Naschmarkt behindertengerecht gestaltet wird.
WIEN. Die Weichen sind gestellt, die letzen Details geklärt – jetzt liegt das lang erwartete Konzept für die Sanierung des Wiener Naschmarktes auf dem Tisch, wie Renate Kaufmann, Bezirkschefin von Mariahilf, der „Presse“ bestätigt: „Das Konzept sieht vor, dass rund 13 Millionen Euro investiert werden.“ Nachsatz: „Wir sind irrsinnig erleichtert.“

Sobald das Budget für die Sanierung fixiert ist, was spätestens Anfang Dezember erfolgen soll, ist der Weg für die Umsetzung des neuen Naschmarkt-Konzeptes frei. Die Details:
•Sanierung ab 2010. Im März 2010 soll der Spatenstich für den Naschmarkt „neu“ erfolgen. Die Bauarbeiten werden dabei in „drei bis vier Tranchen aufgeteilt“, wie Kaufmann erklärt: „Es wird nicht alles gleichzeitig saniert, damit der Naschmarkt während der Bauarbeiten nicht komplett lahmgelegt wird.“ Im Jahr 2015 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und das Flaggschiff der Wiener Märkte wieder voll in Betrieb gehen.
Das Lichtkonzept wird ebenfalls geändert: „Es kommen Laternen, die doppelt so hell leuchten wie die alten Modelle“, erklärt Bischof. Ein umstrittenes Modell wie die eckigen Leuchten auf der Kärntner Straße kommt für Bischof aber nicht in Frage: „Es werden traditionelle Leuchten sein, weil der Naschmarkt unter Denkmalschutz steht.“ Das Konzept sei jedenfalls mit dem Denkmalamt und der MA 19 (Architektur und Stadtgestaltung) abgestimmt.
Apropos Stände: Diese stehen unter strengem Denkmalschutz und dürfen nicht angetastet werden. Einzige Ausnahme: Wenn sanierungsbedürftige Rohre unter einem Stand verlaufen, müssen die Standler während der Sanierung in einen Container übersiedeln. Dort herrscht nicht gerade Naschmarkt-Flair. Leider gehe es aber nicht anders, meint Bischof.
•Behindertengerecht. Nachdem der Naschmarkt aufgegraben wird, wird die Oberflächengestaltung später dazu genutzt, den Markt behindertengerecht zu adaptieren. Konkret sollen nach der Neugestaltung die hohen Stufen zu Lokalen und Ständen der Vergangenheit angehören.

Auszug aus "Die Presse", Print-Ausgabe, 03.11.2008

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