Multiple Sklerose: Zwei neue Mittel gegen MS kommen auf den Markt. Starke Nebenwirkungen sind aber nicht auszuschließen.
Die Krankheit bricht meist in jungen Jahren aus.
Die Multiple Sklerose (MS) zählt zu den geheimnisvollsten neurologischen Erkrankungen: Noch immer ist nicht restlos geklärt, welcher Auslöser hinter den meist schubförmig auftretenden Entzündungen im Nervensystem steckt, die oft mit zunehmenden Behinderungen einhergehe
Die gute Nachricht: Mittlerweile stehen immer mehr Arzneien zur Verfügung, mit denen zumindest das Fortschreiten der Krankheit gebremst werden kann.
Die Multiple Sklerose war auch eines der Hauptthemen der diesjährigen Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie (ÖGN), die vergangene Woche in Linz statt fand.
Therapie
In der Krebstherapie schon länger bewährt könnten künftig auch MS-Patienten von der Arznei Cladribin profitieren. "Das Mittel hemmt die Zellteilung bestimmter weißer Blutkörperchen, die wahrscheinlich an der MS beteiligt sind", sagt ÖGN-Präsident Michael Ackerl, Neurologe in Oberpullendorf (Burgenland). In Studien konnte mit dieser Arznei die jährliche Schubrate verringert werden.
Das zweite neue Mittel, das schon bald auf den Markt kommen könnte, heißt Fingolimod. "Es verhindert, dass potenziell schädliche Immunzellen aus den Lymphknoten in die Blutbahn kommen", sagt der Neurologe. In klinischen Untersuchungen sorgte das Mittel ebenfalls für eine geringere Schubrate. Auch das Fortschreiten der MS-bedingten Behinderungen konnte gebremst werden. Beide Arzneimittel werden als Tablette eingenommen. Für die zwei Medikamente liegen bisher allerdings noch keine Langzeit-Daten vor. Vor allem bei Cladribin wollen Ärzte nicht ausschließen, dass eine dauerhafte Therapie die Entstehung von Krebs fördern kann.
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Quelle: kurier.at

1 Kommentar:
tja hoffentlich findet man endlich ein mittel gegegen diese schreckliche erkrankung...
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