"Seit fast 34 Jahren lebe ich in dieser Form mit Persönlicher Assistenz, die ich mir seit Beginn selbstständig organisiere", berichtet Annemarie Srb-Rössler beim Kongress über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Thema.
Anhand von Beispielen erläutert sie, warum kein sozialer Dienst ihr jene Unterstützung geben kann, die sie im Alltag benötigt.
Die kleinen und großen Handreichungen
"Persönliche Assistenz ist: Das Persönliche, Intime wird in die Tat umgesetzt", erläutert sie und ergänzt: "Für alle kleinen und großen Handreichungen, die üblicherweise jeder Mensch für sich alleine erledigt, benötige ich Hilfe. Das erfordert, viel Vertrauen, Offenheit und Mut, Dinge an- und auszusprechen, wofür es manchmal schwer Worte zu finden gibt."
Zauberwort
"Persönliche Assistenz ist für mich das Zauberwort für Unabhängigkeit, Freiheit und Selbstständigkeit", hielt Srb-Rössler fest und ergänzte: "Nur durch sie ist es für mich machbar und lebbar, trotz meiner Behinderung mein Leben nach meinen Vorstellungen und Wünschen zu gestalten und meine gesetzten Ziele zu realisieren."
Reise in die USA
Ausführlich und sehr ausdrucksstark berichtet sie von einer Reise in die USA, die sie im Jahr 1990 mit ihrem Mann unternommen hat. Sie ist einem "anderen Stadtbild" gegenüber gestanden. Es gab fast überall Toiletten, die für sie als Rollstuhlfahrerin zugänglich waren. Auch von ihrem Besuch im weltweit ersten Zentrum für Selbstbestimmtes Leben erzählte sie.
quelle: www.bizeps.or.at

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen